239 Dienstjahre vereint: Die Feuerwehr Neckertal entliess an ihrer Schlussübung elf Feuerwehrleute, die ihre Dienstpflicht erfüllt hatten. (Bild: Sabine Schmid)
Mit der Schlussübung beendete die Feuerwehr Neckertal am Freitagabend im
«Löwen» in Mogelsberg ihr Feuerwehrjahr. Der Abend stand im Zeichen des
Rückblicks. Zudem wurde die neue Brandschutzbekleidung angemessen und
elf Kameraden nach langer Dienstpflicht entlassen.
SABINE SCHMID
MOGELSBERG. Die Schlussübung der Feuerwehr Neckertal begann mit einem Verzug. Vor
dem offiziellen Teil und dem offerierten Nachtessen wurde den rund 200 Teilnehmern die neue
Brandschutzbekleidung angepasst. Die bisherigen Jacken und Hosen seien teilweise 20 Jahre alt,
nannte Kommandant Res Näf einen Grund für die Neuanschaffung. «Wir haben uns für ein
Schweizer Produkt der Gallus Hautle AG in St. Gallen entschieden», informierte er.
Besprechung wird obligatorisch
Res Näf blickte an der Schlussübung auf das vergangene Feuerwehrjahr zurück. Seine
Mannschaft wurde zu 33 Einsätzen gerufen. Davon waren fünf Brände, zehnmal wurde eine
Brandmeldeanlage ausgelöst und es gab zwei Verkehrsunfälle und ein First-Responder-Einsatz.
Fast die Hälfte aller Einsätze (15) machte die Technische Hilfeleistung aus. Zwei Ereignisse, das
Hochwasser vom 10. Juli in Wald und ein Einsatz von Technischer Hilfeleistung, wurden vom
Kommando speziell betrachtet, um zu überprüfen, wie die Feuerwehr ihr Handwerk verbessern
kann. Nach dem Hochwasser hat die Feuerwehr zwei Schmutzwasser-Pumpen beschafft. «Diese
sollen die Motorspritzen entlasten», erklärte Res Näf. Aufgrund des zweiten Ereignisses will die
Feuerwehr Neckertal Einsätze mit einer hohen psychischen Belastung standardmässig
nachbearbeiten. «Eine Besprechung wird für alle obligatorisch sein, die am Einsatz mitgearbeitet
haben», sagte der Feuerwehrkommandant.
Vier neue Offiziere
Thomas Bühler, Urs Schuler, Felix Tschumper
und Martin Vollenweider sind nun im Grad eines Leutnants.
(Bild v.l.: Urs Schuler, Thomas Bühler, Felix Tschumper und Martin Vollenweider sind nun im Grad eines Leutnants)
Im Ausblick auf 2012 kam zur Sprache, dass Armin Grob und Hanspeter Schweizer aus dem
Kommando ausscheiden werden. Neu wird Thorsten Friedel darin Einsitz haben. Res Näf hielt
seine Mannschaft an, einen respektvollen Umgang untereinander zu pflegen. Die Feuerwehr
solle pflichtbewusst und kosteneffizient arbeiten. Wichtig sei ihm als Kommandant auch, dass
die Feuerwehr sich weiter entwickle und offen für Neues sei, sagte der Kommandant. Res Näf
konnte zudem vier Beförderungen vornehmen. Thomas Bühler, Urs Schuler, Felix Tschumper
und Martin Vollenweider sind nun im Grad eines Leutnants.
Dienstpflicht erfüllt
Elf Personen haben ihre Dienstpflicht erfüllt und wurden vom Kommandanten und von Zugchef
Martin Gämperle verabschiedet. Zu jedem Mitglied nannte Res Näf einige Eckpunkte. Berti Roth
war seit 14 Jahren in der Feuerwehr und übernahm dort eine wichtige Drehscheibenfunktion in
der Zentrale. Armin Grob, Ausbildungschef und Kantonaler Instruktor, verlässt die Feuerwehr
nach 29 Dienstjahren. Hanspeter Schweizer, der 28 Jahre lang in Hemberg Feuerwehr leistete,
hat die Alarmierung ausgedacht. Peter Beyeler war gemäss Res Näf «der» Atemschützer im
Neckertal. Werner Forrer tat sich bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugbergungen hervor. Beide
standen 30 Jahre im Dienst der Feuerwehr. 24 Jahre lang war Martin Zwyssig dabei, er war
Materialwart in Oberhelfenschwil. Walter Fässler – der Kommandant nannte ihn «Vier-Sterne-
General der Motorspritze» – verlässt die Feuerwehr nach 15 Jahren. 24 Jahre lang stand Hans
Huber, der Höhenretter der ersten Stunde, im Dienst der Feuerwehr im Neckertal. Jakob Raschle
half während 19 Jahren mit und war stets zur Stelle, wenn es einen Baum zu fällen gab. Anton
Grätzer sei ein stiller Schaffer gewesen, sagte Res Näf und entliess ihn nach 18 Jahren. der
Umsichtige Jan van Vugt schliesslich verlässt die Feuerwehr nach acht Jahren. Insgesamt kamen
so 239 Jahre zusammen. Diese Zahl galt es bei einem Wettbewerb zu schätzen. Ein
Feuerwehrmann hat die Zahl genau geraten und dafür einen Preis gewonnen.
Um die entstandenen Lücken zu füllen, sucht die Feuerwehr Neckertal nach Personen, die
Feuerwehrdienst leisten.
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